Goethe ist weltberühmt. Doch die meisten von Euch denken bei dem Namen wahrscheinlich nur an den Dichterfürsten, dessen Faust oder Werther ihr in der Schule gelesen oder dessen Gedichte ihr auswendig gelernt habt.
In diesem Podcast lernt Ihr Johann Wolfgang von Goethe von einer ganz anderen Seite kennen.
Marcus Anhäuser, Wissenschaftsjournalist, und Thomas Schmuck, Wissenschaftshistoriker, stellen Euch den Naturforscher Goethe vor. Der sammelte Steine und Fossilien und versuchte die Gesetze der Natur zu ergründen. Er stellte sogar eine eigene Theorie der Farben und des Lichts auf, mit der er Newton widerlegen wollte.
Lauscht den Gesprächen über Goethe den Naturforscher, sein Leben und seine Zeit, als die Naturwissenschaften entstanden, wie wir sie heute kennen.
In diesem Podcast lernt Ihr Johann Wolfgang von Goethe von einer ganz anderen Seite kennen.
Marcus Anhäuser, Wissenschaftsjournalist, und Thomas Schmuck, Wissenschaftshistoriker, stellen Euch den Naturforscher Goethe vor. Der sammelte Steine und Fossilien und versuchte die Gesetze der Natur zu ergründen. Er stellte sogar eine eigene Theorie der Farben und des Lichts auf, mit der er Newton widerlegen wollte.
Lauscht den Gesprächen über Goethe den Naturforscher, sein Leben und seine Zeit, als die Naturwissenschaften entstanden, wie wir sie heute kennen.
In Folge 25 sprechen Marcus und Thomas über Goethe und das Meer. Anlass ist eine Ausgabe der Zeitschrift mare, die sich diesem Thema mit einer Titelgeschichte und einem Interview widmet und auch Objekte aus Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung zeigt.
Obwohl Goethe viel unterwegs war, kannte er nur das Mittelmeer. Während seiner Italienreise von 1786 bis 1788 fuhr er von Sizilien zurück nach Neapel und erlebte eine bedrohliche Situation: Wegen Windstille wurde das Schiff in Richtung Küste getrieben. Das Meer beeindruckte Goethe nicht nur durch solche Erfahrungen, sondern auch durch seine Tierwelt. Bei Strandspaziergängen und auf Fischmärkten entdeckte er zahlreiche Lebewesen, die sein naturwissenschaftliches Interesse weckten.
In Goethes Sammlung finden sich entsprechend viele Objekte aus dem Meer: Krebse, Schnecken, Muscheln, Seesterne, Seeigel und Meeresfische. Einige Stücke stammen möglicherweise von seinen Reisen, andere wurden ihm geschenkt, etwa von der jungen Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimer Eisenach. Darunter sind tropische Meeresschnecken, Algen von weit entfernten Küsten und ein Stück Schiffsholz, das von Bohrmuscheln zerfressen wurde. Woher viele dieser Objekte genau kamen und wer sie Goethe übergab, lässt sich heute allerdings nicht mehr feststellen. Einen systematischen Katalog seiner Sammlungen legte Goethe selbst nicht an.
Auch in seinem literarischen Werk spielt das Meer eine Rolle. In „Faust II“ erscheint es einerseits als Schauplatz mythologischer Vorgänge, andererseits als Naturgewalt, die Faust durch den Bau von Dämmen zurückdrängen will. Thomas und Marcus beleuchten außerdem Goethes Neptunismus, seine Vorstellung, dass die Erde ursprünglich von einem Ur-Ozean bedeckt gewesen sei und Gesteine aus diesem Wasser entstanden seien.
Besonders ausführlich widmen sich die beiden den Gedichten „Meeresstille“ und „Glückliche Fahrt“. Sie gehören zusammen und schildern den Übergang von tödlicher Windstille zu einer glücklichen Wendung, als der Wind wieder einsetzt. Damit setzt Goethe seine Reiseerfahrungen während der Rückfahrt von Sizilien nach Neapel in lyrische Form um. In der Zeitschrift mare ist Thomas mit einem Interview vertreten, Anlass für die Titelgeschichte, war eine kleine Meeres-Ausstellung im Goethe-Haus.
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Obwohl Goethe viel unterwegs war, kannte er nur das Mittelmeer. Während seiner Italienreise von 1786 bis 1788 fuhr er von Sizilien zurück nach Neapel und erlebte eine bedrohliche Situation: Wegen Windstille wurde das Schiff in Richtung Küste getrieben. Das Meer beeindruckte Goethe nicht nur durch solche Erfahrungen, sondern auch durch seine Tierwelt. Bei Strandspaziergängen und auf Fischmärkten entdeckte er zahlreiche Lebewesen, die sein naturwissenschaftliches Interesse weckten.
In Goethes Sammlung finden sich entsprechend viele Objekte aus dem Meer: Krebse, Schnecken, Muscheln, Seesterne, Seeigel und Meeresfische. Einige Stücke stammen möglicherweise von seinen Reisen, andere wurden ihm geschenkt, etwa von der jungen Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimer Eisenach. Darunter sind tropische Meeresschnecken, Algen von weit entfernten Küsten und ein Stück Schiffsholz, das von Bohrmuscheln zerfressen wurde. Woher viele dieser Objekte genau kamen und wer sie Goethe übergab, lässt sich heute allerdings nicht mehr feststellen. Einen systematischen Katalog seiner Sammlungen legte Goethe selbst nicht an.
Auch in seinem literarischen Werk spielt das Meer eine Rolle. In „Faust II“ erscheint es einerseits als Schauplatz mythologischer Vorgänge, andererseits als Naturgewalt, die Faust durch den Bau von Dämmen zurückdrängen will. Thomas und Marcus beleuchten außerdem Goethes Neptunismus, seine Vorstellung, dass die Erde ursprünglich von einem Ur-Ozean bedeckt gewesen sei und Gesteine aus diesem Wasser entstanden seien.
Besonders ausführlich widmen sich die beiden den Gedichten „Meeresstille“ und „Glückliche Fahrt“. Sie gehören zusammen und schildern den Übergang von tödlicher Windstille zu einer glücklichen Wendung, als der Wind wieder einsetzt. Damit setzt Goethe seine Reiseerfahrungen während der Rückfahrt von Sizilien nach Neapel in lyrische Form um. In der Zeitschrift mare ist Thomas mit einem Interview vertreten, Anlass für die Titelgeschichte, war eine kleine Meeres-Ausstellung im Goethe-Haus.
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Links (mainly Wikipedia)
- Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach
- Johann Christian Schuchardt
- Margrit Wyder (Kurzbio auf der mare-Seite)
weitere Informationen:
- Thomas Schmuck: Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln. Verlag Sandstein Kultur, 2026
- mare-Ausgabe 178, Webseite der Ausgabe
- Margrit Wyder, Helmut Hahn (Hrsgb.): Bewegliche Ordnung, Goethes Naturforschung, Wallstein Verlag, 2026
- Goethes Laboratorium, Dauerausstellung der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu Goethes Naturforschung im alten Inspektorhaus des Botanischen Gartens, kuriert von Margrit Wyder und Helmut Hühn.
Musik diesmal keine, dafür Meeresrauschen und Möwengeschrei.
Idee, Technik und Produktion: Marcus Anhäuser
Podcast-Tipp: Ausgesuchte Wissen(schaft)sPodcasts gibts auf Wisspod.de
Marcus auf
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Marcus auf
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- Wsocial: @anhaeuser.wsocial.eu
Thomas bei der Klassik Stiftung in Weimar.
Marcus bei Riffreporter.
Weitere Podcasts von/mit Marcus Anhäuser:
- RiffReporter Podcast - tiefer eintauchen in die Themen
- IGeL-Podcast – Der Gesundheits-Podcast des IGeL-Monitors
- BücherRausch – der Podcast der Städtischen Bibliotheken Dresden
Das Transkript wurde automatisch erstellt und enthält wahrscheinlich Fehler. Die Zusammenfassung wurde auch mit Hilfe von KI erstellt, aber überarbeitet.
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