Goethe und das Meer

Goethe ist auf dem Titel einer aktuellen Zeitschrift.

11.10.2026 43 min

Zusammenfassung & Show Notes

In Folge 25 sprechen Marcus und Thomas über Goethe und das Meer. Anlass ist eine Ausgabe der Zeitschrift mare, die sich diesem Thema mit einer Titelgeschichte und einem Interview widmet und auch Objekte aus Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung zeigt.

Obwohl Goethe viel unterwegs war, kannte er nur das Mittelmeer. Während seiner Italienreise von 1786 bis 1788 fuhr er von Sizilien zurück nach Neapel und erlebte eine bedrohliche Situation: Wegen Windstille wurde das Schiff in Richtung Küste getrieben. Das Meer beeindruckte Goethe nicht nur durch solche Erfahrungen, sondern auch durch seine Tierwelt. Bei Strandspaziergängen und auf Fischmärkten entdeckte er zahlreiche Lebewesen, die sein naturwissenschaftliches Interesse weckten.

In Goethes Sammlung finden sich entsprechend viele Objekte aus dem Meer: Krebse, Schnecken, Muscheln, Seesterne, Seeigel und Meeresfische. Einige Stücke stammen möglicherweise von seinen Reisen, andere wurden ihm geschenkt, etwa von der jungen Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimer Eisenach. Darunter sind tropische Meeresschnecken, Algen von weit entfernten Küsten und ein Stück Schiffsholz, das von Bohrmuscheln zerfressen wurde. Woher viele dieser Objekte genau kamen und wer sie Goethe übergab, lässt sich heute allerdings nicht mehr feststellen. Einen systematischen Katalog seiner Sammlungen legte Goethe selbst nicht an.

Auch in seinem literarischen Werk spielt das Meer eine Rolle. In „Faust II“ erscheint es einerseits als Schauplatz mythologischer Vorgänge, andererseits als Naturgewalt, die Faust durch den Bau von Dämmen zurückdrängen will. Thomas und Marcus beleuchten außerdem Goethes Neptunismus, seine Vorstellung, dass die Erde ursprünglich von einem Ur-Ozean bedeckt gewesen sei und Gesteine aus diesem Wasser entstanden seien.

Besonders ausführlich widmen sich die beiden den Gedichten „Meeresstille“ und „Glückliche Fahrt“. Sie gehören zusammen und schildern den Übergang von tödlicher Windstille zu einer glücklichen Wendung, als der Wind wieder einsetzt. Damit setzt Goethe seine Reiseerfahrungen während der Rückfahrt von Sizilien nach Neapel in lyrische Form um. In der Zeitschrift mare ist Thomas mit einem Interview vertreten, Anlass für die Titelgeschichte, war eine kleine Meeres-Ausstellung im Goethe-Haus.

Unterstützt den Podcast via:
Links (mainly Wikipedia)
weitere Informationen: 

Musik diesmal keine, dafür Meeresrauschen und Möwengeschrei.

Idee, Technik und Produktion: Marcus Anhäuser

Podcast-Tipp: Ausgesuchte Wissen(schaft)sPodcasts gibts auf
Wisspod.de


Marcus auf 

Thomas bei der Klassik Stiftung in Weimar.
Marcus bei Riffreporter.

Weitere Podcasts von/mit Marcus Anhäuser:

Das Transkript wurde automatisch erstellt und enthält wahrscheinlich Fehler. Die Zusammenfassung wurde auch mit Hilfe von KI erstellt, aber überarbeitet.

Transkript

Quatschen da im Hintergrund Leute?
Thomas
00:00:01
Ja, das sind die Bauarbeiter.
Marcus
00:00:03
Das gehört alles dazu. Manchmal sitzt man als Wissenschaftshistoriker auch mitten in der Baustelle. Da sind wir wieder. Folge 25. Nennen wir es ein kleines Jubiläum. Einzigartige Goethe-Podcast Natur und Geist. Wissenschaftshistoriker Dr. Thomas Wissenschaft und Wissenschaftsjournalist, Marcus Anhäuser. Das bin ich. Beim letzten Mal haben wir das neue Buch von Thomas vorgestellt über Goethes geologische Sammlung. Diesmal nehmen wir eine Zeitschrift zum Anlass für Auf dem Episoden-Cover habt ihr schon gesehen und was. Wir vertiefen ein wenig Goethes Verhältnis. Wo es losgeht, noch ein kurzer Hinweis für die, die uns unterstützen oder fördern wollen. Wir machen das ja hier... Offizieller Podcast der Klassik-St Folgt einfach den Links in den Shownotes zur Steady-Seite oder zur Refre. Jetzt viel Spaß beim Zuhören. Wir tauchen Frage. An welchen Meeren warst du schon mal im
Thomas
00:01:28
Ich.
Marcus
00:01:28
Laufe? Ja, du.
Thomas
00:01:31
Du, also, ja, im Pazifik, im Indischen Ozean.
Marcus
00:01:35
Aha.
Thomas
00:01:35
Atlantik natürlich. In der Karibik.
Marcus
00:01:38
Aha.
Thomas
00:01:38
Mittelmeer.
Marcus
00:01:39
Aha.
Thomas
00:01:39
Ostsee.
Marcus
00:01:40
Aha.
Thomas
00:01:41
Balti. Also, Baltisches Meer.
Marcus
00:01:43
Aha.
Thomas
00:01:45
Wo, eigentlich
Marcus
00:01:45
Und See?
Thomas
00:01:46
schon. Ja, war ich auch. Ärmelkanal.
Marcus
00:01:50
Aha.
Thomas
00:01:51
Hm.
Marcus
00:01:51
Also, eigentlich? Also, an allen großen, wichtigen.
Thomas
00:01:56
Schwarzes Meer. Okay.
Marcus
00:01:57
Okay.
Thomas
00:01:58
Meer war ich
Marcus
00:01:58
auch.
Thomas
00:01:59
natürlich
Marcus
00:01:59
Aha. Wo warst du denn am Pazifik?
Thomas
00:02:03
Ja, in Lima zum Beispiel.
Marcus
00:02:05
Ja.
Thomas
00:02:05
Oder... Mexiko.
Marcus
00:02:07
Ah. Okay.
Thomas
00:02:09
Ecuador.
Marcus
00:02:11
Da kann ich nicht mithalten. Ich habe nur...
Thomas
00:02:12
Diel.
Marcus
00:02:13
Aha. Ich habe nur Ostsee, Nordsee,
Thomas
00:02:16
Hm.
Marcus
00:02:16
Mittelmeer, Atlantik.
Thomas
00:02:19
Hm.
Marcus
00:02:20
Südatlantik zumindest mal noch.
Thomas
00:02:22
Da war ich noch nicht, siehst du.
Marcus
00:02:24
Aber
Thomas
00:02:24
Also,
Marcus
00:02:24
am...
Thomas
00:02:24
na doch, das stimmt gar nicht. Ich war sogar in Brasilien mal schnorcheln.
Marcus
00:02:27
Ah, guck.
Thomas
00:02:28
Also, zählt vielleicht auch, oder?
Marcus
00:02:29
Ja. Okay. Gut, weil heute geht es um Goethe und das Meer. Das hat einen konkreten Anlass, weil es wird, für Leute, die die Zeitschrift kennen, es gibt die Zeitschrift Mare, die sich ja ums Meer und allem drum herum kümmert. Seit vielen Jahren gibt es die und...
Thomas
00:02:49
Und einen Verlag dazu.
Marcus
00:02:50
Und es gibt den Verlag, genau. Und, ähm,
Thomas
00:02:52
Tolle Bücher über das Meer, sozusagen.
Marcus
00:02:55
genau. Die Das Meer zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Und es kommt jetzt im Oktober die neue Ausgabe raus und da hast du ein Interview und es geht um Goethe und das Meer? Oder wie war
Thomas
00:03:09
Ja, das ist ein, quasi ein Themenheft, wenn man so
Marcus
00:03:12
das?
Thomas
00:03:12
will. Es gibt ja immer
Marcus
00:03:12
Mhm.
Thomas
00:03:12
ein Hauptthema. Und diesmal ist das Hauptthema Goethe und das Meer. Da hat Margit Wider, eine Schweizer Goethe-Forscherin, einen schönen, interessanten Aufsatz dazu geschrieben. Und unsere Sammlung, also Goethe-Sammlung zum Meer, ist da bebildert, vertreten. Nicht vollständig natürlich, weil die Sammlung ist doch recht umfangreich.
Marcus
00:03:35
Mhm.
Thomas
00:03:36
Es ist erstaunlich, wie viele Objekte aus dem Meer Goethe da hatte.
Marcus
00:03:41
Achso.
Thomas
00:03:42
Ja, mit sehr schönen Bildern von Profis gemacht, dem Ehepaar Koch, das ist auch schon schöne Bildbände vorgelegt
Marcus
00:03:53
Ja,
Thomas
00:03:53
hat.
Marcus
00:03:53
also eine richtige Zeitschriftenproduktion, im klassischen Sinne, wie es kaum noch gibt, oder?
Thomas
00:03:58
Genau, genau.
Marcus
00:03:59
Die so ein bisschen aus der Mode gekommen sind, weil alle nur noch online hängen.
Thomas
00:04:02
Genau.
Marcus
00:04:04
Also es wird dann ein richtig gedrucktes Magazin geben, das kann man ja überall erstehen, in jedem Bahnhofs-Kiosk und man kann es auch bestellen und abonnieren und alles.
Thomas
00:04:12
Genau. Mario scheint ja alle zwei Monate gibt es ein neues Heft.
Marcus
00:04:16
Ja.
Thomas
00:04:17
Zum Thema Meer.
Marcus
00:04:18
Und die Folge wird dann erscheinen eben
Thomas
00:04:21
Oktober,
Marcus
00:04:21
irgendwann.
Thomas
00:04:22
November.
Marcus
00:04:22
Genau, Oktober, November in der Zeit, parallel zu dem Heft. Das ist jetzt nicht abgesprochen, wir haben einfach die Gelegenheit genutzt und dachten uns, lass uns doch mal annähern, was Goethe mit dem Meer zu tun hat. Der hat in Weimar gelebt, da ist jedes Meer relativ weit weg.
Thomas
00:04:41
Auch von Frankfurt aus sozusagen.
Marcus
00:04:42
Auch von Frankfurt, genau, was auch wieder war. An welchen Meeren war denn Goethe?
Thomas
00:04:48
Ja, und wenn man darüber nachdenkt, dann kommt man drauf, dass er eigentlich an nichts so viel mehr war. Goethe kannte nur das Mittelmeer.
Marcus
00:04:54
Nicht mal die Ostsee?
Thomas
00:04:55
Nö.
Marcus
00:04:57
Ich denke irgendwie auch Weimar, Ostdeutschland, die waren alle immer an der Ostsee, aber das ist halt mehr. Andere Zeiten. Okay.
Thomas
00:05:04
Nein, Goethe war nie an der Ostsee.
Marcus
00:05:06
Also okay, nur am Mittelmeer, während seiner Italienreise, nämlich.
Thomas
00:05:09
Genau, genau. Also zwei Italienreisen. Die zweite war ja eine kurze Reise mit Venedig im Mittelpunkt. Goethe kannte die Adria, das Tyrrhenische Meer, also diese Teilmeere des Mittelmeers. Waren hier an der Nord- und Ostsee auch keine Ozeane. Es ist ja ein bisschen ein Mythos, dass Goethe weit gereist ist. Das nördlichste ist Berlin, wenn man es genau nimmt. Das war noch in Südpolen und in Frankreich, war er ebenfalls ja nur. In Ostfrankreich, Italien. Das war seine größte Reise. Goethe war viel unterwegs, das stimmt, aber das hat sich dann doch auf Mitteleuropa beschränkt. Böhmen, die Schweiz und so weiter und eben Italien.
Marcus
00:05:53
Okay, und er war während seiner Italienreise da und wo jetzt? Man weiß wahrscheinlich genau, wo er dann war.
Thomas
00:05:59
Na ja, die größte Reise war natürlich die Überfahrt nach Sizilien von Neapel aus und auch die Rückfahrt, die ja dann noch mit Gefahren verbunden war, weil es dann Windstile gegeben hat und man gegen Land getrieben ist und so weiter. Das waren die längsten Meerpassagen und an der Südküste hat Goethe sozusagen rüber gesehen Richtung Afrika. Das war sozusagen der weiteste südlichste Station und der weiteste Blick in den Süden aus Europa hinaus. Ansonsten spielt das Meer zwar eine Rolle in der Faust und in der Literatur und natürlich auch in den Naturwissenschaften, auch in der Geologie mit dem Ur-Ocean. Goethe war Neptunist, da spielt das Meer eine Rolle. Ja, ansonsten gibt es sicher Schriftsteller, Dichter, Naturforscher, die viel weiter geheißen sind.
Marcus
00:07:00
Das war eine richtige Landratte, im wahrsten
Thomas
00:07:04
Ja,
Marcus
00:07:04
Sinne.
Thomas
00:07:04
ich habe jetzt unlängst, hatten wir es im Gespräch, dass Goethe eigentlich ein Stubenhocker war.
Marcus
00:07:08
Stubenhocker sogar?
Thomas
00:07:09
Würde ich jetzt auch nicht so Gras formulieren, aber im Vergleich zu Georg Forster oder Alexander von Humboldt.
Marcus
00:07:17
Okay.
Thomas
00:07:18
Oder sogar Wilhelm von Humboldt war Goethe weniger weit gereist, kann man
Marcus
00:07:24
sagen.
Thomas
00:07:24
glaube ich
Marcus
00:07:25
Ja.
Thomas
00:07:25
Das sind natürlich Ausnahmen, also sind Ausnahmen, ja, es gab nicht viele, die so weit gereist sind. Also wenn man sich anschaut, Schaubau oder Höllerlin, auch Schiller, waren nicht so weit gereist, wahrscheinlich wie Goethe. Aber bereits Herder kann da mithalten,
Marcus
00:07:44
Okay.
Thomas
00:07:44
auch wenn der nicht gerne nach Italien gefahren ist.
Marcus
00:07:46
Ja, ja. Und ist denn irgendwas überliefert, wie ihn denn das Meer beeindruckt oder nicht beeindruckt hat? Vor allem, wenn er nie sonst an dem Meer war, dann sollte das doch irgendeinen Eindruck hinterlassen haben.
Thomas
00:08:01
Das Meer hat ihn, das Meer hat ihn ziemlich beeindruckt und auch diese Strandspaziergänge, die das Zurückweichen, das ist im Mittelmeer nicht so ausgeprägt, aber es gibt es eben doch das Zurückweichen des Wassers bei Ebbe, das Freilegen da von Küstenteilen, das Beobachten der Tiere, Pflanzenwelt, aber vor allem der Tierwelt dort.
Marcus
00:08:22
Ja.
Thomas
00:08:22
Der Besuch von Fischmärkten in Italien.
Marcus
00:08:29
Okay, ja.
Thomas
00:08:30
Das ist was Beeindruckendes. Also diese ganzen, vor allem wirbellosen Tiere, die dann da gefangen und erhascht werden, glaube ich, so nennt er das. Das hat ihn sehr beeindruckt.
Marcus
00:08:42
Ja, so nen Fischmarkt, so nen Fischmarkt, den stelle ich mir extrem beeindruckend vor, weil es dann doch nochmal so eine komplett andere Lebenswelt ist.
Thomas
00:08:53
Genau.
Marcus
00:08:54
Und da kriegt man sie geballt präsentiert, so auf dem Teller sozusagen.
Thomas
00:08:59
Genau. Du kannst das mitnehmen und studieren, das ist doch beeindruckend.
Marcus
00:09:04
Ja, eigentlich.
Thomas
00:09:05
Bei jedem Zoologen ein wichtiger Ort, der sich begibt, wenn man da heißt.
Marcus
00:09:10
Ja. waren auf Sizilien, kann es sein, da gibt es dann auch einen Wanderweg, der nach Güte benannt ist oder
Thomas
00:09:16
Wir
Marcus
00:09:16
so. Das gibt es, glaube ich, öfter mal, wo er irgendwo war.
Thomas
00:09:20
Ja, diese Spuren gibt es ja.
Marcus
00:09:23
Ja. Okay. Du sagtest Faust 2, wo taucht das Meer da, in welchem Zusammenhang auf?
Thomas
00:09:33
Naja, in zwei Zusammenhängen, nämlich zum einen in der klassischen Walpurgisnacht. Das spielt ja zum Teil amegäischen Meer und der Homunculus vereint sich ja dann, der ja nicht zu Leben, aber zu Körperlichkeit kommen möchte.
Marcus
00:09:49
Ja.
Thomas
00:09:50
Und wenn einer Glas-Viole
Marcus
00:09:53
Ja.
Thomas
00:09:53
hausen kann oder leben kann als Der reines Geistmenschlein, der vereinigt sich ja dann mit Galatea oder mit dem Muscheldron Galateas und löst sich im Meer auf, nachdem vorher da diskutiert hat mit Thales und Alexi Manta, also dem Thales, dem Philosophen des Meeres, wenn man so will, des Wassers, und mit Begegnung mit Nährhäus und Brothäus, die es in Gottheiten hat, die entweder im Meer selber leben oder am Meerestrand und sich in alles mögliche verwandeln können. Also das ist ein ganz wichtiger Punkt. Und dann natürlich im letzten Akt des Faust, wir reden immer von Faust 2, Faust 1 ist ja eine spätmittelalterliche Welt in einer gotischen Stadt im Wesentlichen und spielt im Norden. Und in Faust 2 eben, im letzten Akt, wo nach Krieg und Geschäft und Antike und das letzte große Thema angesprochen wird, nämlich die Bezwingung der Natur, wenn man so will, Die Gewinnung von Land aus dem Meer, wo Faust bei dem Ampel liegt, da immer wieder anrollenden Wellen gegen das Ufer, diese für ihn sinnlos genutzte Kraft des Meeres zurückdrängen und ausnutzen will und Dämme bauen lässt, sich dabei schuldig macht. Mit Philemon und Baukiss, mit der Ermordung der quasi irrtümlichen oder jedenfalls in Kauf genommenen und das wischt er, obwohl er es ablehnt, letztlich dann weg, dass die beiden Alten da verbrennen in ihrer Hütte, weil er den freien Ausblick auf das Meer und auf die Arbeiten am Meer haben möchte. Und diese Dammbauten, die sind letztlich ja zum Scheitern verurteilt, weil das Meer sich das alles wieder zurückholt. Ja, also da ist das Meer eine Metapher der unbezwingbaren Natur, ähnlich wie da zuvor, vielleicht das Hochgebirge.
Marcus
00:12:23
Jetzt war ja Goethe auch ein Neptunist. Die Kraft des Wassers und das Meer, gibt es da irgendwelche Zusammenhänge, Erklärungen, Texte?
Thomas
00:12:40
Na ja, es gibt die, wir sind ja öfter schon darauf eingegangen, die Diskussion der Weltentstehung, a ich meine damit, mit Welt meine ich jetzt die Erde, der Erdentstehung.
Marcus
00:12:48
Ja.
Thomas
00:12:50
Wo es prinzipiell zwei große Möglichkeiten gibt, in Wirklichkeit ist es viel differenzierter und ausformulierter und komplizierter, so muss man sagen. Aus Feuer oder aus Wasser.
Marcus
00:13:02
Tatsächlich
Thomas
00:13:04
ist das Modell, wo das Wasser das Bestimmende ist, besteht darin, dass die Erde ursprünglich von komplett mit Wasser, wahrscheinlich komplett mit Wasser bedeckt war. Ur-Inseln, wo es im Ur-Ozean am Anfang der Dinge stand und aus diesem Ur-Ozean dann beim Zurückfallen, beim Sinken dieses Wasserspiegels dann die ersten Inseln aufgetaucht sind und gleichzeitig aus dem Ur-Ozean, in welcher Form auch immer, die Gesteine schichtenweise abgesondert, sedimentiert haben.
Marcus
00:13:36
Ja.
Thomas
00:13:37
Es muss eine andere, ursprünglich vielleicht eine andere Form der Sedimination gewesen sein, nämlich vielleicht auch eine Kristallisation, hat sich Goethe da vorgestellt. Jedenfalls bekanntlich der Granit, das älteste dieser Schichtgesteine, vielleicht auch das, was den Kern ausmacht, der Erde.
Marcus
00:13:56
Aha.
Thomas
00:13:57
Und dieser Ur-Ozean geht immer weiter zurück und wird auch noch weiter zurückgehen, in Zukunft höchstwahrscheinlich. Das hat Goethe vermutet oder darüber nachgedacht. Andere haben das sogar versucht zu messen, wie Karl von Linné, der den Rückzug des Meeresspiegels in Schweden ja sozusagen auch zeigen konnte, dass das Meer wirklich da zurückweicht.
Marcus
00:14:25
Aha.
Thomas
00:14:25
Das baltische Schild hat sich da gehoben, das konnte er natürlich nicht so überblicken. Ja, die Frage ist, ähnlich wie wir heute sozusagen interpolieren beim Kosmos, das alles mal in einem Punkt angefangen haben muss. So hat man hier eben das Zurückweichen der Meereslinie interpoliert, dass es eben früher größer gewesen sein muss. Und die ganzen Muscheln im Hochgebirge haben das ja bestätigt, dass da früher, quasi bestätigt, dass da früher mal ein Meer gewesen sein muss.
Marcus
00:14:54
Linné, also Wiener nachgewiesen? Auch mit Muscheln? Linné
Thomas
00:15:00
hat das historisch nachweisen können, dass die Küstenlinie, dass das Meer früher in Schweden eben... Mehr Platz eingenommen hat und dass das jetzt im Land dazukommt langsam im Laufe der Jahrhunderte.
Marcus
00:15:13
Aber woran hat er das festgemacht, wenn ich frage?
Thomas
00:15:15
An Quellen, dass eben man gesagt hat, früher hat das Meer bis hierher gereicht und heute ist
Marcus
00:15:22
Ah,
Thomas
00:15:22
diese Bucht
Marcus
00:15:23
so.
Thomas
00:15:23
zugewachsen.
Marcus
00:15:24
Ja, okay,
Thomas
00:15:24
Ja, okay,
Marcus
00:15:26
ja.
Thomas
00:15:26
kommen.
Marcus
00:15:26
Ja, okay, gut, gut. Was gibt es denn jetzt in der Sammlung mit einer Verbindung zu Meer? Was hat Goethe da, was hat er, wahrscheinlich hat er da nicht allzu viel selber gesammelt und hat viel mehr geschickt bekommen oder hat er vom Mittelmeer einiges mitgenommen?
Thomas
00:15:42
Er hat einiges mitgenommen, das ist interessant. Wir haben da größere Krebse, die er anscheinend wirklich mitgenommen hat.
Marcus
00:15:50
Mhm,
Thomas
00:15:51
Sogenannte Seespinnen, das
Marcus
00:15:53
oh ja.
Thomas
00:15:54
sind Krebse, die man essen kann und ich stelle mir immer vor, aber wir wissen es natürlich nicht, weil es ist nicht quellmäßig belegt. Ich stelle mir immer vor, dass er das quasi vom Mittagsmal mitgenommen hat oder wirklich vom Fischmarkt, wo man diese Seespinnen ja auch kaufen kann und dann nachher grillen kann oder sonst wie zubereiten. Und da haben wir einige da, sind recht fragile Gebilde, auch wenn die größte, naja, mindestens 20 Zentimeter Durchmesser hat. Es sind sehr viele Krebse da, erstaunlicherweise. Auch Süßwasser-Krebse, aber eben nicht nur. Und ganz viele Schnecken und Muscheln.
Marcus
00:16:31
Aha.
Thomas
00:16:32
Tropische Meeresschnecken, die kommen in verschiedenen Lieferungen, wahrscheinlich über Prinzessin Auguste von Sachsen-Weimer Eisenach, die da ganz jung ihm da schon was geschenkt hat.
Marcus
00:16:47
Mhm.
Thomas
00:16:49
sind auch natürlich Süßwasser-Muscheln, aber sehr viele Meeresmuscheln dabei. Eben auch aus den Dingen, wo man sich wundert, wo die überhaupt herkommen, aus
Marcus
00:16:56
Ja.
Thomas
00:16:56
dem Pazifik,
Marcus
00:16:57
Es
Thomas
00:16:57
Indischen Ozean. Wenig Stachelhäuter, aber doch welche. Also zum Beispiel dieses wunderschöne Medusenhaupt oder Gorgonenhaupt. Das ist so ein Schlangenstern, der in einem Holzkistchen mit Grasdeckel da drinnen liegt und der wirklich jugendstilartig da seine Arme da ausbreitet.
Marcus
00:17:21
Ja.
Thomas
00:17:22
Sich verzweigen.
Marcus
00:17:23
Ah.
Thomas
00:17:23
Es gibt auch, ja, so Seesterne und Seeigeln, Gehäuse sozusagen und ja, eine ganze Reihe auch von Meeresfischen.
Marcus
00:17:35
Aha.
Thomas
00:17:36
Als Gelette, also Butte zum Beispiel, Seepferdchen, das so, was man so als Mitbringsel ansehen würde
Marcus
00:17:42
Ja.
Thomas
00:17:42
wahrscheinlich.
Marcus
00:17:42
Vom
Thomas
00:17:43
Strand, wenn man das Glück hat, was zu finden.
Marcus
00:17:45
Die hat er selber gefunden oder hat er geschickt?
Thomas
00:17:47
Das wissen wir alles nicht.
Marcus
00:17:49
Okay. Ja.
Thomas
00:17:50
Werden wir wahrscheinlich auch nicht jemals herausfinden können, weil in den Quellen steht meistens, wenn überhaupt was drin steht, hat Siegetier mitgebracht oder Muscheln, Goethe geschenkt. Es wird ja auch noch ganz wenig zwischen Muscheln und Schnecken unterschieden und ähnlichen.
Marcus
00:18:07
Aha.
Thomas
00:18:07
Also zoologisch ist das alles uneindeutig. Also müssen wir uns da begnügen, das zwar bestimmen zu können, aber wir kennen weder die Fundorte noch die genauen überbringt. Ja. Nur, dass eben wirklich viel da ist. Das ist erstaunlich.
Marcus
00:18:24
Kurz mal zu der Prinzessin, die ihm
Thomas
00:18:27
Mmh.
Marcus
00:18:27
was. Erzähl mal, das war die Tochter vom Herzog,
Thomas
00:18:31
Genau.
Marcus
00:18:31
oder?
Thomas
00:18:32
Genau.
Marcus
00:18:32
Okay. Und sie war, weißt du, wo sie ...
Thomas
00:18:36
Wo sie das
Marcus
00:18:37
...
Thomas
00:18:37
her hatte? Nein, das
Marcus
00:18:38
Ja, wo ...
Thomas
00:18:39
Wissen wir nicht und weiß ich auch nicht. Die wurde hier ja aufgezogen und ging dann nach Berlin, hat dann den Brunpenzen später her im König von Beuysen geheiratet.
Marcus
00:18:50
Aha.
Thomas
00:18:51
Verliert sich dann sozusagen
Marcus
00:18:52
...
Thomas
00:18:52
die
Marcus
00:18:52
Ja, ich stelle mir gerade
Thomas
00:18:53
...
Marcus
00:18:53
so vor
Thomas
00:18:53
Buh aus Weimarer Sicht, hm.
Marcus
00:18:55
stelle mir gerade so vor, die war ... Wie alt war sie im Vergleich
Thomas
00:18:58
Ja,
Marcus
00:18:58
zu
Thomas
00:18:58
das
Marcus
00:18:58
Goethe?
Thomas
00:18:58
... Ich Naja, jung. Also wenn sie das wirklich beim ersten Mal auch schon gebracht hat, dann war sie zwölf. Also die
Marcus
00:19:05
Ah.
Thomas
00:19:06
hat sozusagen Geschenke da mitgebracht. Also war sie jedenfalls eine junge, Mädchen, junge Frau.
Marcus
00:19:11
Ja.
Thomas
00:19:11
Weil die Geschenke kamen ja öfters.
Marcus
00:19:15
Ja, ich stelle mir so vor, wieso schenkt sie dem Herrn Geheimrat Goethe solche Sachen?
Thomas
00:19:22
Wenn Goethe sich dafür interessiert, sie da Zugang hat, das haben auch sicher andere geschenkt, so genau wissen wir das nicht.
Marcus
00:19:28
Ja.
Thomas
00:19:30
Vermittlung werden Goethe Algen von der Nord- und Ostsee geschenkt.
Marcus
00:19:35
Ja.
Thomas
00:19:35
Über
Marcus
00:19:35
Über
Thomas
00:19:36
Vermittlung werden ihm ein Tau eines der englischen Marine geschenkt, das ja bekanntlich immer mit einem roten Faden durchzogen ist.
Marcus
00:19:46
Mhm.
Thomas
00:19:47
Das ist da, wo unsere Metapher der rote Faden herkommt. Das hat Goethe nämlich in den Wallverweidenschaften erwähnt.
Marcus
00:19:55
Mhm.
Thomas
00:19:56
Und es hat dann jemand zum Anlass genommen, Goethe so ein Exemplar eines Seils der englischen Marine zu schenken und das haben wir heute noch. Es ist ziemlich braun geworden.
Marcus
00:20:07
Ich will so ein bisschen darauf hinaus, ob man, ich meine, wenn man jemandem was mitbringt,
Thomas
00:20:12
ja.
Marcus
00:20:12
und wiederholt immer wieder was mitbringt, dann ist das ja einfach auch ein Zeichen von Sympathie. Also irgendwie haben die sich anscheinend gut verstanden vielleicht.
Thomas
00:20:22
Ja, das kann ich nicht ausschließen. Es ist ja so, dass Goethe überhaupt im Hof einfach verkehrt hat, qu, naja, freundschaftlich ist übertrieben, weil der Abstand natürlich immer schon da war, es war aber trotzdem auch freundschaftlich. Gerade mit Karl August hat man sich ausgetauscht. Karl August war sehr interessiert an Naturwissenschaften, das ist bekannt. Sein letzten Tag seines Lebens oder einem der letzten Tage seines Lebens hat er noch mit Humboldt über schwierige naturwissenschaftliche
Marcus
00:20:51
Genau.
Thomas
00:20:51
Probleme, Astronomie diskutiert. Das war also ein Hof, der dem recht und sehr aufgeschlossen war, dass da jetzt dann auch Dinge weg, sich also da hin und her gehen, das ist eigentlich nicht verwunderlich und dass das irgendwie kommentiert wird. Man weiß, dass Goethe sich für diese Dinge, also für Naturwissenschaften interessiert, das systematisch fast dann sammelt und beschreibt und sich damit beschäftigt. Ja, also und
Marcus
00:21:19
Okay, ich...
Thomas
00:21:19
so ist es halt hier geblieben dann.
Marcus
00:21:21
Ich finde, irgendwie das sagt irgendwas, finde ich, wenn so ein junges Mädchen, also sie kann ihn, sie mochte ihn vielleicht einfach, das... Onkel.
Thomas
00:21:31
Wenn man so will, genau, ja.
Marcus
00:21:32
Nö,
Thomas
00:21:32
Ja,
Marcus
00:21:33
so irgendwie.
Thomas
00:21:33
genau.
Marcus
00:21:33
Den, mit dem
Thomas
00:21:34
Klar.
Marcus
00:21:34
sie, ja, und den sie gerne immer wieder Sachen gebracht hat. Was mir gerade so ein bisschen auffällt, all der Akribie, mit der gesammelt wurde und katalogisiert und beschriftet wurde,
Thomas
00:22:01
Bei
Marcus
00:22:01
ist es nicht eigentlich erstaunlich, dass es trotzdem, ich weiß nicht, wie hoch der Anteil ist in der Sammlung, von Dingen, von denen ihr nicht wisst, wo die Sachen herstammen, weil es keiner notiert hat? Ist das ein, wie soll man sagen?
Thomas
00:22:17
Der Anteil ist hoch.
Marcus
00:22:20
Ist das ein, ja, eigentlich überraschend, oder?
Thomas
00:22:27
Finde ich auch, oder fand ich auch, als ich hierher gekommen bin. Du gehst ja, wenn du dich mit Goethe beschäftigst, mit dem Gefühl an die Sache, es ist schon alles hundertmal gesagt.
Marcus
00:22:37
Ja, klar.
Thomas
00:22:37
ist schon alles
Marcus
00:22:38
Es
Thomas
00:22:38
hundertmal erforscht. Das gilt für die Sammlungen nicht, haben wir ja öfter schon, glaube ich, hier jetzt besprochen.
Marcus
00:22:43
Ja, ja, ja.
Thomas
00:22:44
Es sind viele Dinge drinnen, die quasi zufällig hier gelandet sind und eben viele, wo das eben nicht der Fall ist.
Marcus
00:22:52
Ja. Ja, aber irgendwie so eine, was ich, auch auf den Etiketten nicht oder in einem Katalog, wo dann vielleicht einfach eine Rubrik steht, selb gesammelt, also Goethe selbst oder andere Personen haben das mitgebracht oder geschickt.
Thomas
00:23:10
Na ja, solche Kataloge wurden natürlich dann museal angelegt. Das ist...
Marcus
00:23:14
Mhm.
Thomas
00:23:15
Da hat man die Informationen so weit, das ging, zusammengetragen.
Marcus
00:23:19
Aber Goethe selber und alle seine Mitstreiter haben das nicht gemacht?
Thomas
00:23:23
Nein. Also Goethe hat keinen Katalog seiner Sammlungen angelegt. Den ersten Katalog, dazu gibt es aus den 1840er Jahren, also nach Goethes Tod, 1840.
Marcus
00:23:31
Mhm.
Thomas
00:23:32
Wo es darum ging, dass man sich die Frage gestellt hat, wie viel ist das wert? Kann man das auch verkaufen? Kann man das dem preußischen oder sonst jemandem Staat anbieten? Dazu wurde ein dreibändiger Katalog gemacht in längerer Zeit. Es kam ja dann bekanntlich nicht zum Verkauf der Sammlungen. Goethe wollte ja das auch alles zusammenhalten und der Wissenschaft weiter zugänglich machen. Man darf sich auch nicht vorstellen, dass das so gesammelt wurde, wie man das heute macht. Ich meine, Goethe hatte sehr viel zu tun. Er hat jetzt nicht da jetzt wissenschaftlich wie ein Registrator...
Marcus
00:24:09
Ja.
Thomas
00:24:10
...da jetzt jeden Eingang penibel verzeichnet.
Marcus
00:24:12
Mhm.
Thomas
00:24:14
Er hat natürlich, wenn das beschriftet war, diese Beschriftungen, also natürlich ist es eigentlich gar nicht, aber diese Beschriftungen behalten, soweit wir das wissen zumindest. Dadurch haben wir viele Beschriftungen, er hat selber auch was gemacht, aber jetzt nicht systematisch und das macht es dann natürlich schwierig. Denn der Katalog, der dann in den 1840er Jahren von Schuchert hergestellt wurde, beschreibt das zum Teil nur sehr summarisch. Also da kann man zwar den ausgestopften Haifisch wieder erkennen,
Marcus
00:24:46
der
Thomas
00:24:46
es gibt eben auch so einen Haifisch, den Goethe da hat, Aber man kann viele Dinge eben nicht eindeutig intensifizieren, wenn dann steht, 14 Meereschnecken, wer welche denn? Und woher kommen sie? Aber es belegt einfach, dass es damals das auch schon auf jeden Fall in der Sammlung gab, dass es nicht irgendjemand später dazu gelegt,
Marcus
00:25:09
Ja.
Thomas
00:25:10
gestellt oder sonst was
Marcus
00:25:10
Ja,
Thomas
00:25:10
hat.
Marcus
00:25:11
okay.
Thomas
00:25:11
Theoretisch möglich.
Marcus
00:25:13
Den Hai, hab ich den eigentlich gesehen? Ist der in der, in dem großen Schrank, der Glasschrank?
Thomas
00:25:20
Der Hai, die sind alle versammelt hier im naturwissenschaftlichen Kabinett, da gibt's...
Marcus
00:25:24
Also ein kleiner Hai dann, ne?
Thomas
00:25:25
Es ist ein kleiner Hai, ja, der ist etwa, weiß ich nicht, 1,20 Meter lang, es gibt auch noch das Rostrum eines Sägefisches.
Marcus
00:25:33
Ja.
Thomas
00:25:34
Also dieser,
Marcus
00:25:35
ja,
Thomas
00:25:36
dieses Ding, es gibt Seepocken, das sind, also die Gehäuse von Seepocken, das sind Cecilia-Krebse, die man ja auf dem Meer, auf Walen oder an Meeresküsten oft an Felsen sieht. Solche Sachen, also richtig Dinge, die man mit dem Meer verbindet.
Marcus
00:25:55
Bringt mich zu der MARA-Ausgabe, weil die sind darauf gekommen, auf das Thema, weil ihr, in dem Fall du, ihr hattet mal eine kleine Ausstellung zu dem Thema, wann war das, 25 oder 24, 20, 24?
Thomas
00:26:10
Genau. Vor drei Jahren hatten wir die eben auch mit dem Unterthema Goethe und das Meer. Das war eine Studiausstellung, da haben wir Dinge gezeigt, die man sonst eigentlich nicht zeigt. In einem Raum, das waren Algen, Meeresalgen, Goethe hatte auch Algen, schöne, wunderschöne Rotalgen, unter anderem eine, wo wir das Glück haben, dass da eine Herkunftsbezeichnung drauf steht und da steht französisch drauf, dass es vom Kapp der guten Hoffnung stammt.
Marcus
00:26:38
Boah, ja.
Thomas
00:26:39
Wie fragst du jetzt, wie wissen wir nicht, muss ich leider antworten, aber es steht drauf und das sind Dinge, die man nicht jetzt im Gewächshaus sozusagen nachzüchtet, was ja bei vielen tropischen Pflanzen in Goethe-Sammlungen sicher der Fall war, sondern das muss wirklich jemand mitgebracht haben. Das heißt, wir haben Objekte, die sehr, sehr wahrscheinlich von der anderen Seite des Erdballs stammen, finde ich beeindruckend und das haben wir zum ersten Mal gezeigt und wir haben da auch ein schönes Stück eines Holzes aus einem Schiff eines Ostindien-Seefahrers gezeigt, das von Bohrmuscheln zerfressen war. Das kam auch in Goethe-Sammlung mit der entsprechenden Beschriftung.
Marcus
00:27:26
Okay.
Thomas
00:27:26
So wissen wir, dass es aus Ostindien, also von einem Ostindien-Fahrer stammt, also Ostindien ist das heutige Indien-Indonesien, ganz dazu fest in den Karibikern.
Marcus
00:27:38
Das heißt, der hat das wahrscheinlich irgendwo gefunden und dachte, was könnte ich Goethe
Thomas
00:27:42
Wie
Marcus
00:27:43
bringen, oder wie?
Thomas
00:27:44
auch
Marcus
00:27:44
Wie
Thomas
00:27:44
immer.
Marcus
00:27:45
auch
Thomas
00:27:45
Wir
Marcus
00:27:45
immer?
Thomas
00:27:46
wissen nicht, wer das...
Marcus
00:27:47
Ach so, okay. Ja. Goethe
Thomas
00:27:49
hat sich interessiert. Goethe hat auch geschrieben über, also nicht nur über Neptunismus und Ähnliches, sondern hat sich auch für so Meeresphänomen interessiert, unter anderem eben auch für das Phänomen der Bohrmuscheln. Und wahrscheinlich steht das in dem Zusammenhang.
Marcus
00:28:03
Mhm.
Thomas
00:28:04
Ja.
Marcus
00:28:05
Das war eine kleine Ausstellung, du sagst, eine Studie-Ausstellung, das heißt, ein Raum war irgendwie,
Thomas
00:28:09
Genau.
Marcus
00:28:10
da gab es dann, habt ihr so wie viele Stücke?
Thomas
00:28:12
Ein Raum mit drei, vier Objekten
Marcus
00:28:14
mit...
Thomas
00:28:15
und
Marcus
00:28:15
Drei, vier nur? Ah, okay.
Thomas
00:28:17
Mit einer Vitrine und mit Habarblättern, mit den Originalen, die ja ganz schwierig zu zeigen sind, die
Marcus
00:28:22
Ja.
Thomas
00:28:22
können ja nur wenige Wochen gezeigt werden.
Marcus
00:28:24
Mhm.
Thomas
00:28:25
Also mit drei, vier dreidimensionalen Objekten und eben mit diesen seltenen Habarblättern.
Marcus
00:28:30
Okay.
Thomas
00:28:31
Die hauptsächlich wunderschöne Algen sind, aber eben nicht für die Dauerpräsentation geeignet.
Marcus
00:28:40
Und in dem Zusammenhang habt ihr vielleicht auch die ein, zwei Gedichte gezeigt oder ausgestellt? Ein Gedicht kann man das eigentlich ausstellen? Man könnte das Original oder, keine Ahnung, eine Seite zeigen?
Thomas
00:28:53
Ja, das ist ähnlich schwierig, wie eine Rotalge zu zeigen, die nur eine Zellschicht oder nur wenige Zellschichten dick ist.
Marcus
00:29:01
Aha.
Thomas
00:29:02
Weil ja das Licht bekanntlich der Feind der Objekte ist.
Marcus
00:29:05
Ja.
Thomas
00:29:07
Und es mag vielleicht eher unisch sein, dass man jetzt jemanden, der sich so sehr für Licht und Sehen und Anschauung beschäftigt hat, dass man die Objekte von dem nicht zeigen kann. Aber es ist eben so, dass die Objekte sehr schwierig zu zeigen sind. Und deswegen zeigen wir bei solchen Ausstellungen nur am Anfang, oder meistens nur am Anfang, die Originalschriften. Die werden dann durch Faximilis ersetzt.
Marcus
00:29:30
Ja.
Thomas
00:29:31
Wir haben da nichts gezeigt aus den, wenn man so will, Meeresgedichten oder Gedichten mit Meeresthemen. Aber wir haben natürlich Fax zitiert. Wo es ja wirklich buchstäblich heißt, von Meere ist alles gekommen, sinngemäß aus dem Meere stammt alles. Alles Leben.
Marcus
00:30:26
Wenn man im Internet, in Google einfach Goethe und das Meer eingibt, dann landet man ganz schnell bei vor allem erst mal einem Gedicht,
Thomas
00:30:34
Mhm.
Marcus
00:30:34
das nennt sich "Meeresstille".
Thomas
00:30:37
Mhm.
Marcus
00:30:37
Und dann in dem Zusammenhang manchmal taucht auch dann das zweite auf, das nennt sich "Glückliche Fahrt".
Thomas
00:30:43
Mhm.
Marcus
00:30:44
Und ich hab' eine
Thomas
00:30:46
Die
Marcus
00:30:46
Seite gefragt...
Thomas
00:30:46
gehören zusammen, die sind...
Marcus
00:30:47
Ja, abe das ist jetzt die Frage.
Thomas
00:30:49
Ja, die gehören zusammen, das ist ganz klar.
Marcus
00:30:52
Die gehören zusammen,
Thomas
00:30:53
Mhm.
Marcus
00:30:54
aber das sind zwei Gedichte, das ist nicht ein Gedicht, die irgendwie...
Thomas
00:30:58
Also, das bezieht sich auf die Rückfahrt Goethes von Sizilien wieder Richtung Neapel, da kam
Marcus
00:31:05
einer
Thomas
00:31:05
es ja zu lebensbedrohlichen, quasi, Situation.
Marcus
00:31:09
Okay.
Thomas
00:31:09
Wo, wir sind ja im Zeitalter der Segelschiffe...
Marcus
00:31:13
Ja. Wo
Thomas
00:31:15
Windstille auftrat... Aha. Og
Marcus
00:31:18
Ja.
Thomas
00:31:18
wenn da mit dem Schiff ist schwer steuerbar, und wenn das dann durch die Strömung Richtung Land getrieben wird und quasi dann zerdrückt wird...
Marcus
00:31:27
Ja.
Thomas
00:31:27
Dann entsteht, dann ist das eine tödliche Gefahr und... Und wenn du das Gedicht jetzt vor dir hast,
Marcus
00:31:33
Ja. Ja.
Thomas
00:31:34
dann siehst du ja, erstens ist das zweigeteilt, also die Meerestelle ist die Bedrohung, quasi.
Marcus
00:31:39
Ja.
Thomas
00:31:40
Und die glückliche Fahrt ist dann, als der Wind endlich aufkommt und man das Schiff steuern kann und es ist rhythmisch komplett anders,
Marcus
00:31:47
Ja.
Thomas
00:31:49
genauso wie eben die Situation am Meer anders ist. Aber die Meerestelle ist da das gefährliche und tödliche. Todesstille heißt ja
Marcus
00:31:59
Also...
Thomas
00:31:59
auch im Gedicht.
Marcus
00:32:00
Was mich jetzt halt wundert ist, es wird halt immer oder vor allem findest du diesen ersten Teil... Jetzt nochmal ganz, ganz konkret, also das ist eigentlich ein Gedicht aus zwei Teilen und das war schon von Anfang an so vorgesehen, weil es taucht halt im Internet meistens immer nur dann der erste Teil auf als Meeresstille.
Thomas
00:32:18
Ja, weiß ich nicht, wie es im Internet auftaucht,
Marcus
00:32:21
Ja, ja.
Thomas
00:32:21
aber es gehört zusammen.
Marcus
00:32:22
Es gehört zusammen.
Thomas
00:32:24
Genau, und es ist auch geschrieben worden und es ist so, es gehört auch deswegen zusammen, es ist die glückliche Wendung,
Marcus
00:32:31
hier
Thomas
00:32:31
die stattfindet. Das ist ja fast ein glückisches Thema, dass das Drakische zwar da ist, aber es gibt eine glückliche Wendung, die uns sozusagen ganz verteufelt, human aus dieser Drakentration heraus...
Marcus
00:32:47
Willst du das, hast du das Gedicht auch vor dir?
Thomas
00:32:50
Ja, ich hab's jetzt rausgesucht, nachdem
Marcus
00:32:52
gesagt hast.
Thomas
00:32:52
du's
Marcus
00:32:52
Dann, ähm, willst du das, dann lese du doch den ersten Teil, dann lese ich den zweiten Teil.
Thomas
00:32:58
Hm, okay, gut. Meeresstille. Tiefe Stille herrscht im Wasser. Ohne Erregung ruht das Meer. Und bekümmert sieht der Schiffer glatte Fläche. Rings und her. Keine Luft, von keiner Seite. Todesstille. Fürchterlich. In der ungeheuren Weite reget keine Welle sich.
Marcus
00:33:29
Glückliche Fahrt. Die Nebel zerreißen. Der Himmel ist helle. Und Aeolus löset das ängstliche Band. Es säuseln die Winde. Es rührt sich der Schiffer. Geschwinde, geschwinde. Es teilt sich die Welle. Es naht sich die Ferne. Schon seh ich das Land. Also das sind wirklich zwei Gegensätze.
Thomas
00:33:54
Hm. Und
Marcus
00:33:56
der Anlass ist tatsächlich die Überfahrt von Sizilien ans Festland.
Thomas
00:34:00
Die Rückfahrt, genau. Von Sizilien nach Neapel.
Marcus
00:34:03
Ich sie denn so, von Rofeltner oder so, weil mir kommt so die Situation gar nicht so bedrohlich vor, weil man ja eigentlich von Sizilien aus dem Festland sieht. Von da, von
Thomas
00:34:13
Naja,
Marcus
00:34:13
der...
Thomas
00:34:14
es ist nicht die Straße von Messina damit gemeint, sondern eben nach der längeren Fahrt.
Marcus
00:34:19
Ja. Aus
Thomas
00:34:20
dem Süden.
Marcus
00:34:21
Okay.
Thomas
00:34:22
Man dann endlich die Vorgebirge in der Bucht von Neapel sieht und dann dagegen gedrückt wird.
Marcus
00:34:28
Ja .
Thomas
00:34:29
Ja. Das Schiff war voll und die Menschen waren geängstigt und der Kapitän, ich habe die genaue Stelle jetzt in der italienischen Reise nicht mehr im Kopf, aber ich glaube, der Kapitän hat auch sein Seinige dazu beigetragen, dass da sozusagen panische Stimmung entsteht und man eben diese Klippen da gesehen hat, wie sie ständig, wie sie näher
Marcus
00:34:52
konnte
Thomas
00:34:52
kommen und man dagegen machen. Und dann kommt der Wind doch noch auf.
Marcus
00:34:56
Und dann kann man verstehen, angesichts der Situation, dass dann auch so ein zweiter Teil ...
Thomas
00:35:01
Genau.
Marcus
00:35:02
... entsteht.
Thomas
00:35:03
... sehr dargestellt. Bei der Hinfahrt übrigens nach Sizilien war Goethe seekrank.
Marcus
00:35:08
Aha, klar,
Thomas
00:35:09
Ja,
Marcus
00:35:09
nachvollziehbar.
Thomas
00:35:11
hat dem Meer sozusagen seinen Tribut gezollt. Es reizt mich, das jetzt mit Humboldt zu vergleichen, der nie seekrank war, und der das genossen hat, diese Überfahrten, und der gar nicht genug haben konnte, von den ozeanischen Welten am Atlantik, der den Engländern entkommen musste. Das war ja Humboldt vorher über den Atlantischen Kriegszeiten gegen Napoleon mit einem spanischen Schiff, und ... Das ist schon ein gewisser Gegensatz,
Marcus
00:35:41
...
Thomas
00:35:41
also
Marcus
00:35:41
Ich wird auch immer seekrank, selbst beim Ausflugsdampfer auf glatter See.
Thomas
00:35:47
Die
Marcus
00:35:47
rechte Schaukeln macht mich schon ganz ... Wie geht's dir?
Thomas
00:35:51
Ich war noch nie seekrank, aber vielleicht war die Situation noch nicht so dark ...
Marcus
00:35:56
Ja.
Thomas
00:35:56
Wüsste ich jetzt nicht.
Marcus
00:35:58
Zu dem Gedicht, es gibt eine Seite, die ich gefunden habe, wo das Gedicht … und dann wo das Gedicht zu finden ist. Erstmal auch nur der erste Teil.
Thomas
00:36:05
Mhm.
Marcus
00:36:06
Mhm. Ist ganz interessant. Da gibt's ne Anmerkung zu, und zwar ... Es gab mal beim Deutschlandfunk einen Lyrik-Kalender.
Thomas
00:36:14
Mhm.
Marcus
00:36:15
Ähm ... Und da hat dann der Autor ein paar Worte zu diesem Gedicht geschrieben. Er schreibt dazu ... Also jetzt zu Meeresstille, nur zu diesem ersten Teil. Eine der berühmtesten lyrischen Momentaufnahmen des Meeres liest man nicht ohne Beklemmung, denn die spiegelglatte Fläche des Meeres ordnet sich hier nicht zu unserem Bild der Idylle, sondern des Todesschreckens. Es hätte des im Gedicht bekümmert blickenden Seemanns nicht bedurft, um die Epiphanie des Nichts zu erfahren, die Goethe in diesen acht Versen bedrohlich aufblitzen lässt. Die Goethe-Forschung hat den Schrecken dieses 1795 entstandenen Gedichts zum Verschwinden bringen wollen, indem man der Meeresstille einen anderen Text zur Seite stellte. Glückliche Fahrt, der in fast allen Goethe-Ausgaben unmittelbar auf Meeresstille folgt. Auch im Erstdruck in Schillers Musenalbanach von 1796 stehen die beiden Gedichte unmittelbar hintereinander. In glückliche Fahrt löst sich die Todesgefahr auf, Land kommt in Sicht, aber in Franz Schuberts Vertonung von 1815 wird die Stille des Todes wieder vernehmbar, unversöhnt durch die glückliche Fahrt. Das war irgendwie Deutschlandfunk Lyrik-Kalender Verlag, das Wunderhorn 2008.
Thomas
00:37:37
Ja, das Gedicht ist öfters vertont worden. Schuberts Vertonung ist wahrscheinlich die berühmteste da.
Marcus
00:37:46
Aber der hat auch nur den ersten Teil dann vertont?
Marcus aus dem Off
00:37:49
Und mit der Frage hatte ich Thomas kurz auf dem falschen Fuß erwischt. Er war sich nicht ganz sicher, auch weil draußen wieder Bauarbeiter rumschwirrten und er deswegen immer ein bisschen die Sammlung im Blick haben musste. Also beschlossen wir, die Antwort zu verschieben. Ich habe ihn dann später nochmal angerufen per Telefon. Das schieben wir kurz ein, damit die Frage nicht unbeantwortet bleibt. Dann geht es weiter mit dem ursprünglichen Gespräch.
Marcus
00:38:13
Was wir aber klären wollten, war, was Schubert vertont hatte. Ja, Schubert hat natürlich nur den ersten Teil vertont. Und wenn ich natürlich sage, ist das schon ein bisschen übertrieben. Während Beethoven ja beide Teile vertont hat und viele andere eben auch, weil das gehört eben Ja. es ja die Auflösung einer lebensbedrohlichen Situation ist, nämlich dass wir nicht weiterkommen oder dass wir schon weiterkommen, wenn es keinen Wind gibt mit Schiffen, die vom Wind abhängig und dann auf die Küste zugetrieben werden oder auf die Klippen und so. Da zerschellen können quasi, ohne dass wir uns wehren können. Das ist ja die bedrohliche bedrohliche Situation der Meerestille. uns ist heute Meerestille ja vielleicht nicht die erste Assoziation tödliche Gefahr. Im Gegenteil, das ist ein idyllischer Ort vielleicht. Und Und deswegen ist dieser zweite Teil, deswegen gehört der einfach dazu, weil er die Auflösung dieser tödlichen Gefahr ja schildert. Dass eben der Wind aufkommt, die Brise aufkommt, dass ich wieder selber steuern kann mithilfe des Segels und dann eben doch noch eine glückliche Fahrt daraus mache. Deswegen gehören die Gedichte oder diese Teile zusammen oder es sind eben Teile. Und bei Schubert und Hessen, wie soll ich sagen, ohne dass ich da jetzt Geschehs wiedergebe, Schuberts Leben war ja von Perioden tiefer Depression geprägt. Ja, Es sind bezeichnend, dass er nur den ersten Teil betont und nicht den zweiten. Gut, gut, gut, gut, haben wir das geklärt.
Marcus aus dem Off
00:39:43
Und hier geht es weiter mit dem ursprünglichen Gespräch.
Marcus
00:39:46
Andere Gedichte gibt es aber keine, oder?
Thomas
00:39:49
Nachdem allein die Lyrik, Goethes zwei Bände,
Marcus
00:39:55
dicke
Thomas
00:39:55
Bände ausmachen, kann ich mit Sicherheit ausschließen, dass es... Keine anderen Gedichte gibt, also selbstverständlich gibt's welche, aber sind wir jetzt nicht präsent.
Marcus
00:40:05
Hm, okay, okay. Ist ja auch, er war einmal am Meer.
Thomas
00:40:10
Naja, es war schon öfters, also, war ja immer wieder bei der Italienreise, kannst du dem Meer ja nicht ausreichen.
Marcus
00:40:18
Ja, und ist dann aber später nie wieder ans Meer zurückgekehrt, oder?
Thomas
00:40:24
Also, wenn ich so nachdenke, fällt mir nur das Jahr 1790 ein, die Venedigreise. Und dann danach wüsste ich jetzt nicht, wo Goethe noch ein Meer gewesen sein könnte.
Marcus
00:40:34
Die Italienreise war, 17,
Thomas
00:40:40
86 bis 88 die erste große, das was man unter Italienreise versteht,
Marcus
00:40:44
ja?
Thomas
00:40:45
die zweite war ja dann wesentlich weniger bedeutend und kürzer und hat einen gewissen Unwillen von Goethe schon gemacht.
Marcus
00:40:51
Die Fahrt, diese Überfahrt, also diese Sizilienüberfahrt, die der Anlass war, war bei der ersten und der zweiten?
Thomas
00:40:58
Ja, bei der ersten. Bei
Marcus
00:40:59
der ersten, weil hier steht, das Gedicht ist von 1795, das heißt, er hat es dann doch mit einigem Abstand.
Thomas
00:41:05
Genau, natürlich. Das kommt ja oft vor.
Marcus
00:41:09
Okay, gut.
Thomas
00:41:11
Also, zumindest ist er veröffentlicht.
Marcus
00:41:13
Ja, gut. Also, wer noch etwas zu Goethe und dem Meer erfahren will, der kann dann das Mare-Heft lesen, mit einem Interview mit dir.
Thomas
00:41:29
Und einem schönen Text von Margret Wider.
Marcus
00:41:32
Aha. Und wer ist sie? Kennst du sie?
Thomas
00:41:36
Ja, natürlich. Er ist eine bedeutende Goethe-Forscherin, die viele Beiträge zu, vor allem zu Goethe und Naturwissenschaften geliefert hat und Vergnügen lesen.
Marcus
00:41:48
Okay. Das Heft gibt es überall, wo es Zeitschriften gibt, wenn das noch jemand weiß. es die so gibt, viele Kioske gibt es nicht mehr. Am Bahnhof vielleicht. Ansonsten, wie gesagt, auf die Webseite gehen, da kann man das Heft auch bestellen. Das wäre es zu dem Thema, finde ich. Oder hast du noch was zu ergänzen?
Thomas
00:42:10
fällt da jetzt nichts an.
Marcus
00:42:11
Okay. Dann hätten wir es für dieses Mal. Das war Folge 25 des Goethe-Podcasts Natur und Geist mit Thomas Schmuck und Marcus Anhäuser. Alle Infos zur Folge findet ihr wie immer in den Infos zur Folge. Wenn ihr Fragen, Anmerkungen, Lob oder Kritik habt, könnt ihr das gerne in den Kommentaren auf der Podcastseite, bei Spotify oder Apple Podcasts loswerden. Wir freuen uns über jeden Kommentar. Wenn euch der Podcast gefallen hat, hinterlasst uns gerne ein paar Sterne. Das hilft uns beim Algorithmus und mehr Leute, wie gefallen Wir hoffen natürlich, dass es euch gefallen hat und freuen uns, wenn ihr das nächste Mal wieder mit dabei Und wenn ihr den Podcast fördern oder unterstützen wollt, folgt einfach den Links in den Shownotes. Da geht es zu Steady oder der Riffreport. Und das war es für diese Folge. Macht's gut.

Feedback geben

Dir gefällt der Podcast und Du möchtest das mal loswerden? Du hast Tipps für neue Themen oder magst über den Inhalt bestimmter Folgen diskutieren? Dann schreibe uns eine Nachricht. Vielen Dank für Dein Feedback!

Mit einem Klick auf "Nachricht absenden" erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Deine Daten zum Zwecke der Beantwortung Deiner Anfrage verarbeiten dürfen. Die Verarbeitung und der Versand Deiner Anfrage an uns erfolgt über den Server unseres Podcast-Hosters LetsCast.fm. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Hier kannst Du die Datenschutzerklärung & Widerrufshinweise einsehen.

★★★★★

Gefällt Dir die Show?
Bewerte sie jetzt auf Apple Podcasts